Der Bericht

17. Mai 2016. Ich sitze in einem recht geräumigen Häuschen mitten in Mexiko und versuche zu rekonstruieren, wie es dazu gekommen ist.
... Anfang 2015 werde ich eingeladen, in Mexiko auszustellen. Es gebe da einen sehr schönen Ausstellungsraum im Centro Cultural Antiguo Colegio Jesuita, einem ehemaligen Kloster im Zentrum von Pátzcuaro, das sich zum florierenden Kulturzentrum der Stadt entwickelt habe. Spontan und ohne mir der Tragweite meiner Entscheidung wirklich bewusst zu sein, sage ich zu.
(Margit Feyerer-Fleischanderl, unterwegs / en camino, der Bericht)

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Laudatio auf Margit Feyerer-Fleischanderl

Auf die Frage, wen Margit sich als Laudator wünsche, soll sie prompt geantwortet haben: „Den Tom.“ Was mich einerseits erfreute als ich es hörte, andererseits verwunderte, war Margit bislang zwar eine sehr gute Freundin, so kannte ich ihr Werk dafür aber peinlich wenig. Also gleichermaßen geehrt wie beschämt machte ich mich an die Arbeit.
(Laudatio auf Margit Feyerer-Fleischanderl, 22.01.2016, von Thomas Pohl)
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Figuren am künstlerischen G-Punkt

... Dabei strahlt Fey-Fleis skurrile Verbindung aus Punktgenauer Überhöhung und inhaltlicher Kompetenz große zeichnerische Virtuosität aus.
... Ein wesentlicher “Knackpunkt” war für sie die “Eroberung des Raums”. Der Weg ihrer skurrilen Figuren in die Dreidimensionalität.
Im lichtdurchfluteten Atelier sind viele der Ihrigen – gezeichnet und in 3D – versammelt. Schauen von Podesten, aus Wänden oder von simplen Papptellern. Neuerdings auch lebensgroß von Zeichenblättern an den Wänden: Straßenbahnszenerien, stunden-, tage-, wochenlang mit Bleistift gefertigt... In Szenerien mit Schmunzelgarantie. Und auch mit jener der Selbsterkenntnis.
(Irene Gunnesch, OÖN Kultur, 06. April 2012)

 

Köstliche Selbstvergessenheit

...In der Studiogalerie der Kunstsammlung stellt sich fey.flei mit neuen kleinen Alltagstypen und mit grandiosen großen großen Zeichnungen vor. Mit feinen Nuancen in Hell und Dunkel zeichnet sie Architektur und füllt sie mit Menschen.... Sie gestaltet mit humorvoller Verve höchst lebendige Augen, Münder oder erzählt anhand der Körperhaltung ganze Lebensgeschichten. Die kleinen Keramikfiguren passen zum Ort: Wachpersonal mit und ohne Handy, mit und ohne Hund und immer im Augenblick einer gewissen Selbstvergessenheit. Köstlich!
(EVR, Krone-Kultur, 23. August 2012)

 

Vortreffliche Chronistin

...Margit Feyerer-Fleischanderl gibt ihrer Herkunft von der Grafik neues Format. Sie stellt große Zeichnungen aus, die viele Menschen auf der Straße zeigen.
Dabei packt sie ihre Hauptdarsteller locker ins große Format, wenn sie mit Grafitstift präzise skizziert. In Schwarzweiß gehalten, verleiht sie jedem Individuelle Gesichtszüge. Und wie schon bei ihren keramischen Figuren erweist sie sich als vortreffliche Chronistin menschlicher Befindlichkeiten: Im Lesen der Zeichnungen entdeckt man Beziehungskisten und Spannungsfelder.

(EVR, Krone-Kultur, 1. November 2011)

 

The Sculptures of Margit Feyerer-Fleischanderl

As I – let us say – got to know Margit Feyerer-Fleischanderl approximately 20 years ago, working as a paintress and graphic designer, she was interested in photography. All of these fields having to do with art and moving on two dimensions...

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(Christoph Haunschmid, 2010)

 

Alltags-Helden wie du und ich
...“Ich bilde Menschen ab, die etwas in mir berühren.”...Ihre Eindrücke fließen in das Modellieren von kleinen Figuren ein, die zwar an Comics und Karikaturen orientiert sind und doch unheimlich nahe an der Realität stehen...
Sie alle sind Gestalten, die uns vertraut sind und doch bleiben sie unwirklich, denn sie sind gerade einmal eine Unterarmlänge hoch. Ihre Kleinheit betont, dass wir es nur mit Repräsentanten unserer bunten Gesellschaft zu tun haben.
“Für viele meiner Figuren erfinde ich Biografien”, erzählt Fey.Flei, denn um diese Charaktermenschen zu machen, muss man sich schon überlegen,
wo sie herkommen und wer sie sind ...
(Vera Rathenböck, Krone-Kultur, 31. Mai 2009)

 

Skurrile Figuren als Spiegel unserer zwischenmenschlichen Alltags-Kultur

...Nicht übertrieben überzeichnet, aber leicht durchspickt, (eben so, wie das Leben mit uns spielt) halten uns die Figurengruppen, Drahtskulpturen und Mischtechniken der Künstlerin stets einen humorvollen Spiegel vor...
In ihrer Aussage liegen sie in einer eigenständigen Nische zwischen den lebensgroßen Polyester-”People” eines Duane Hanson und den gezeichneten Personen eines Manfred Deix.
(Irene Gunnesch, OÖN, 11. März 2009)

 

„Margit fördert Verdrängtes zutage. Unsichtbares hinter dem Sichtbaren. Sehnsüchte und Wünsche ebenso wie scheinbar Vergangenes und Vergessenes. Auch ich selbst erkannte mich und so manches, was ich nicht oder nicht mehr in mir vermutet hätte. Das fand ich spannend, virtuos und hochgradig sensibel“ (Christoph Haunschmid, Facetten 2007)

 

„Deftige Beziehungspaare mit Charakter. Wie aus einem wirklich guten Comic entsprungen wirken Margit Feyerer-Fleischanderls farbige Keramik-Figuren in der Linzer HMH-Galerie. Die properen Pärchen sind ihre ersten, erstaunlichen Experimente mit dem Werkstoff Keramik. Vorweg: Die Arbeiten irritieren.“ (www.nachrichten.at/kultur/237107, 30.12.2003)

 

„Als Kabarettistin mit dem Pinsel betätigt sich Margit Feyerer-Fleischanderl . “ (OÖN, 4.5.91)

 

„Eingefangene Augenblicke, mit spitzer Feder aufs Korn genommen. Sie lassen nicht nur das zeichnerische Talent der Künstlerin erkennen, sondern zeigen auch die feine Klinge der Menschenkenntnis, die Margit Feyerer-Fleischanderl mit spitzer Zeichenfeder schwingt, um ihre Satiren aufs Papier zu bannen.“  (Tagblatt, 6.10.86)